#014 Der Teufelswald – Naturschutzgebiet Zarth

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Ein kleiner Geheimtipp in uriger Natur ist der 262 Hektar große Teufelswald im Herzen des Fläming. 

Hallo und herzlich Willkommen zum visitFläming Podcast, Deinem Podcast für die Reise & Erlebnisregion Fläming. Mein Name ist Mario und ich freue mich, dass Du eingeschaltet hast.

Nach unserem Motto „ Lust auf mehr Fläming“ hörst die Folge 14 des visitFläming Podcast, wozu ich Dich sehr herzlich begrüße!

Teufelswald, so wir das Naturschutzgebiet Zarth im Volksmund genannt. Der Name ist wohl eine Ableitung aus dem slawischen „tschert oder cart“ und bedeutet soviel wie Teufel. 

Auf jeden Fall gehört dieses Fleckchen Erde mit seinen etwa 262 Hektar, zwischen der Sabinchenstadt Treuenbrietzen und dem idyllischen Ort Bardenitz zum Landschaftsschutzgebiet Nuthetal-Beelitzer Sander und ist als FFH-Gebiet ausgewiesen. 

Was ist ein FFH-Gebiet? FFH bedeutet Fauna-Flora-Habitat-Richlinie. Es ist eine Richtlinie, die dem Erhalt der natürlichen Lebensräume für wildlebende Tiere und Pflanzen dient und entsprechende Schutzgebiete, die FFH-Gebiete ausweist.

Der Zarth ist ein eben solches, wasserreiches, Schutzgebiet und besteht aus Wiesen, Niederungswald, Moore und wird von zahlreichen Bächen durchflossen. Die Moore sind bis zu 4,5 Meter stark und bilden die Grundlage für das Torf, welches vor langer Zeit im Zarth abgebaut wurde. Die durch den Torfabbau entstandenen Löcher haben sich mit Quellwasser gefüllt und bilden nun Torfteiche, die Lebensraum für zahlreiche Reptilien, Fische und Vögel sind. 

Unter den ca. 90 unterschiedlichen Brutvogelarten ist auch der Schwarzstorch im Zarth beheimatet, findet er hier Ruhe, den richtigen Lebensraum und reichlich Nahrung, um seine Brut aufzuziehen. Neben dem Schwarzstorch lassen sich vor Ort,  reichlich Ausdauer vorausgesetzt, auch der Eisvogel, Mittelspecht oder die Bekassine beobachten.

An Reptilien sind beispielsweise die Europäische Sumpfschildkröte, Waldeidechsen und Erdkröten im Zarth zu Hause. Zudem wurden 13 Fledermausarten nachgewiesen, unter anderem Mopsfledermäuse und Mausohren. 35 Tagfalterarten verzaubern den Zarth, insbesondere im sonnigen Sommer, zu einem bunten Schmetterlingsballett, wenn sie um blühenden seltenen Pflanzen flattern. Im Zarth wurden fünf verschiedenen Orchideenarten und etwa 340 weitere Pflanzen, von denen 44 Pflanzenarten auf der Roten Liste stehen,  gezählt. In den feuchten Bereichen des Zarth wachsen Schwarzerlen und Eschen, auf den sandig-lehmigen Standorten Stieleichen und Hainbuchen. Der bewaldete Kernbereich des Zarth wird auch als Alt-Zarth bezeichnet.  

Den Zarth durchwandern kannst Du nur auf einem einzigen, als Landschaftstour gekennzeichneten Weg, entweder von Treuenbrietzen oder Bardenitz aus kommend.

In Treuenbrietzen fährst Du auf der Sernowstraße bis zum Hellberg, von wo aus Du deine Wanderung beginnen kannst, in Bardenitz beginnt die Wanderung auf dem Weg „Zum Zarth“ 

Die Strecke ist ca. 4,5 Kilometer lang und führt zunächst jeweils an Wiesen vorbei in Richtung bewaldeten Bereich, wo der Alt-Zarth an einem Schlagbaum beginnt. 

Im Wald eingetaucht umgibt Dich ein modriger Geruch, der dem sumpfigen Boden entspringt und selbst an sonnigen Sommertag Teile des Weges stark verdunkelt, schirmen doch die dichten Kronen der Laubbäume das Sonnenlicht fast komplett ab. Auf der Wanderung durch den urwaldartigen und dichten Wald, kommst Du immer wieder an Lichtungen vorbei, wo Du, wenn Du dich leise und bedächtig durch den Zarth bewegst, dem Reh beim ästen zuschauen kannst oder, mit besonders viel Glück den Schwarzstorch bei der Nahrungssuche siehst.  

Ein Fernglas ist dabei ein wertvoller Wegbegleiter, um die Tierwelt aus der Fern zu beobachten, können wir doch den Wanderweg nicht verlasen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich dieses urtümliche Fleckchen Erde mit wachsamem Aug und Ohr zu durchqueren, so hast Du die Chance das ein oder andere seltenen Lebewesen oder die ein oder andere seltene Pflanze zu entdecken. 

Naturfotografen finden im Zarth einzigartige und gelegentlich seltene Motive, die es lohnt mit der Kamera festzuhalten. 

Für ein Picknick nach einer interessanter Wanderung findest Du in Bardenitz oder Treuenbrietzen den ein oder anderen Anlaufpunkt und so hoffen wir, dass wir Dich inspirieren konnten die Wanderschuhe anzuziehen und Du Lust auf mehr Fläming bekommen hast. 

Die Inhalte aller Podcast kannst Du nochmal in Ruhe nachlesen, die Blogartikel dazu findest Du auf unserer Internetseite www.visitflaeming.com 

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